Elternabend war konstruktiv

14. März 2018 | Von | Kategorie: Neues aus der Gemeinde

Die CDU Dallgow-Döberitz hatte für Dienstag zu einem Elternabend eingeladen. Etwa 70 Eltern, angeführt von den Gesamtelternvertreterinnen und Elternvertreter aus Grundschule und Hort, waren der Einladung gefolgt. Sie sowie Schulleiter Hendrik Frost und Hortleiterin Jutta Marquardt wurden bereits in einem Vorgespräch vom CDU Vorsitzenden Böttcher und Bürgermeister Hemberger über die neueste Entwicklung informiert. Jürgen Hemberger konnte dann leider nicht am Elternabend teilnehmen.

In einem Aufklärungsgespräch mit Herrn Galandi und Herrn Schirmer von GSAI waren am Vormittag die eingetretenen Probleme erörtert worden. Es gab Kritik in Richtung der Architekten was die Länge der Planungsphase, Baubeginn und Fertigstellungstermin anbelangte. Die Architekten bemängelten ihrerseits zögerliche Freigaben und eine schleppende Kommunikation. Die teils widersprüchlichen Angaben lassen sich nicht vollständig aufklären. Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass es mindestens schwere Kommunikationsdefizite gegeben hat.

Hemberger reagiert nun mit der Schaffung einer sogenannten Stabsstelle. Die Mitarbeiterin Sema Saygin aus dem Bauamt wird ihm direkt unterstellt. Sie ist ab sofort die Projektverantwortliche für die Erweiterung von Hort und Schule.

Entsprechend der Beschlusslage wird GSAI nun mit der nächsten Leistungsphase beauftragt. Das im Entwurf vorliegende Projekt wird wie geplant durchgeführt. Die Prüfung, ob Schule/Hort später auch als eigenständige 3-zügige Schule und Ganztagsschule funktionieren würde, war bereits in der Vorplanung grundsätzlich positiv geprüft. Dies wurde jedoch zwischenzeitlich nicht weiter verfolgt, die späteren strategischen Nutzungsmöglichkeiten sollen nun in der weiteren Planung berücksichtigt werden.

Im Gespräch zwischen Dallgower Verwaltung und Ministerium für Bildung, Jugend und Sport wurde klar, dass die Aufteilung auf zwei Standorte die absolute Ausnahme ist. Das MBJS favorisiere eine Teilung der Grundschule. Dies ist jedoch in keinem Fall kurzfristig möglich. Zunächst müssen die baulichen Voraussetzungen geschaffen sein. Das bedeutet für unsere Gemeinde den Bau einer Sporthalle am Standort Steinschneiderstraße und die umfangreiche Erweiterung am Standort Weißdornallee. In einer ersten groben Betrachtung wären die erforderlichen Baumaßnahmen deutlich umfangreicher als noch Mitte Februar vermutet.

Ralf Böttcher machte die Position der CDU deutlich. Wenn sich die Zahlen der Bevölkerungsprognose mit mehr als 800 Kindern bewahrheiten, muss sich die Gemeinde die Option einer Teilung offenhalten. Deshalb ist es so wichtig, dass der Erweiterungsbau dies berücksichtigt. Anders als Bürgermeister Hemberger es vielleicht verstehen will, hat die Gemeindevertretung keinen Teilungsbeschluss gefasst, sondern den Bürgermeister lediglich mit der Schaffung der Voraussetzungen beauftragt. Das bedeutet aber eben auch nicht, dass sofort eine Sporthalle gebaut werden kann oder eine Großbaustelle in der Weißdornallee gestartet wird. Bei der immensen Belastung des Bauamtes wäre das gar nicht zu leisten und die Finanzen würden dies vermutlich momentan nicht hergeben. Eine mögliche Teilung ist Zukunftsmusik die sehr gut überlegt und vorbereitet sein müsste. Aktuell ist das unrealistisch.

Böttcher versprach den Eltern, den Erweiterungsbau weiter intensiv zu begleiten und bat die Betroffenen von Hort und Schule um einen engen Kontakt.

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